Sonder-Verbindungen
Spannketten
Spanngliedvarianten
Zwei Grundformen sind möglich, SL und SS. Bauform SL steht für Spannglied an Lasche, d.h. die Glieder werden durch eine Lasche verbunden. Dadurch kann sich jedes Glied separat auf den Konusflanschen ausrichten. Ketten dieser Bauweise sind auch in der Handhabung flexibler als Ketten der Bauform SS. Sie sind die Standardform für fast alle spanend gefertigten Ketten. Bauform SS steht für Spannglied an Spannglied, d.h. die Glieder werden direkt miteinander verbunden. Durch die fehlenden Laschen haben diese Ketten einen längeren Wangentraganteil am Umfang. Das kann für kleine Durchmesser und hohe Belastungen vorteilhaft sein.
Verschlußgliedvarianten
An Spannketten mit zwei Verschlüssen sind standardmäßig an beiden Verschlußgliedern die Ausnehmungen für die Schrauben nach außen offen. Falls dies nicht gewünscht wird kann auch ein Verschlußglied mit einer Bohrung anstelle des Schlitzes ausgeführt werden. Die Kette kann dadurch während der Montage nicht mehr ungewollt auseinanderfallen.
Verschlußgliedanordnung
An Ketten mit zwei Verschlüssen zeigen die Muttern standardmäßig in entgegengesetzte Richtungen. Dadurch wird die Belastung gleichmäßiger auf die Kettenglieder verteilt.
Die Anordnung der Muttern in die gleiche Richtung kann günstiger für die Bedienung sein.
Mutterlänge
Standardmäßig wird die Mutterlänge so gewählt, daß der Sechskantbereich möglichst nahe am Verschlußglied liegt. Wenn es für die Bedienung günstiger ist, kann die Mutter auch länger gestaltet werden.
Falls der seitlich rausstehende Bereich der Standard-Mutter stört, kann die Mutter auch kürzer gestaltet und zum Teil im Verschlußglied versenkt werden.
Muttersicherung
Standardmäßig stehen die Schrauben an fertig montierten Ketten nicht aus der Mutter hervor. Sie können aber länger ausgeführt werden. Auf das herausragende Gewindeende kann eine Kontermutter montiert werden. Das Gewindeende kann auch eine Querbohrung erhalten. Kundenseitig kann damit eine mechanische oder elektronische
Sicherung installiert werden, gegen irrtümliches Öffnen der Verbindung unter Last oder gegen Lastaufgabe bei noch nicht geschlossener Verbindung. Als Verliersicherung kann stirnseitig eine Anschlagscheibe montiert werden.
Griffaufsatz
Standardmäßig haben die Spannketten Muttern mit einem Sechskant. Auf den Muttern kann aber auch ein Griffaufsatz aus Aluminium befestigt werden. Über den Griffaufsatz läßt sich ein Anzugsmoment von 2 bis 6 Nm, je nach Griffgröße, aufbringen. Auch für Anwendungen die höhere Anzugsmomente benötigen, kann ein Griffaufsatz bei der Montage vorteilhaft sein. Die Verbindung wird zunächst mit Handkraft über den Griff verspannt. Dann wird das endgültige Anzugsmoment mit einem Maulschlüssel über den Sechskant aufgebracht. Andere Bedienelemente, z.B. eine Querstange, sind nach Kundenwunsch möglich.
Griffstangen
Für eine bessere Handhabung der Ketten, z.B. im heißen Zustand, können Griffstangen angebracht werden.
Befestigungselemente
In manchen Einbausituationen kann es vorteilhaft sein, wenn die Ketten nach dem Öffnen gehalten werden. Dazu können die Ketten ausgestattet werden mit einer Lasche mit Langloch,
mit einer Halteöse oder längeren Bolzen die einseitig oder beidseitig aus der Kette herausstehen, auch mit Gewindeende.
Gelenke mit Öffnungsbegrenzung
Sollen die Kettenenden im geöffneten Zustand seitlich nicht herunterhängen kann der Öffnungswinkel begrenzt werden.
Werkstoffausführungen
Die Spannketten sind in mehreren Werkstoffausführungen, auch nach Kundenangaben, lieferbar. Hier eine grobe Übersicht.




