Standard-Verbindungen Baureihe KF

Allgemeines

Einsatzgebiete

Die Schnellverbindungen der Baureihe KF sind konzipiert für das Verbinden von Rohren und anderen Bauteilen in folgenden Bereichen:

  • Vakuumanlagen und andere Anwendungen mit geringen Belastungen
  • Einsatzstellen wo schnelle und einfache Montage und Demontage vorteilhaft ist
  • Anwendungen für die kompakte Bauformen wichtig sind
  • Nenndurchmesser 10 bis 63 mm.

Normen

Maßlich basieren die Schnellverbindungen KF auf folgenden Normen:

DIN 28403                Vakuumtechnik – Schnellverbindungen
ISO 2861/1               Vacuum technology – Quick-release coupling
Pneurop 6606        Vacuum flanges and connectors

Kompatibilität

Die nachfolgend dargestellten Flansche, Zentrierringe, Dichtungen und Spannketten sind weitgehend kompatibel zu anderen handelsüblichen KF-Leitungsbauteilen nach den o.g. Normen.

Vorteile

  • Schnelle Montage und Demontage
  • Kompakte Bauweise
  • Geringes Gewicht
  • Günstig für schlecht zugängliche Montagestellen
  • Beim Anschweißen und Verbinden der Flansche müssen keine Schraubenlöcher ausgerichtet werden
  • Keine losen Teile wie Klammern, Schrauben und Muttern
  • Einfach, schnell und sicher zu bedienender Verschluß
  • Werkzeuglose Bedienung bei Ausführungen mit Griff
  • Bei stabiler Auflage der Flansche kein ungleichmäßiges Anziehen am Umfang
  • Gleichmäßigere Kraftverteilung am Umfang im Vergleich zu Spann-ringen mit nur 2 Gliedern
  • Kein Festklemmen auf den Flanschen
  • Flansche und Dichtungen nach Kundenangaben möglich
  • Solide Ausführung
  • Gefälliges Design

Beschreibung

Standard-Verbindungen Baureihe KF bestehen aus zwei Flanschen, einem Zentrierring mit Elastomer-O-Ring und einer Spannkette. Die Flansche können auch direkt an den zu verbindenden Teilen angearbeitet werden. Die Zentrierringe sind als Innen- und Außen-

zentrierringe erhältlich. Die O-Ringe sind lösbar in den Zentrierringen eingeknöpft. Abweichende Flanschformen und Dichtungsarten sind lieferbar.

Funktion

Bei der Montage richtet der Zentrierring die Flansche zueinander aus. Nach dem Auflegen der Kette auf die Konusflansche wird die Schraube mit der aufgeschraubten Mutter in das Verschlußglied eingeschwenkt. Schon vor dem Anziehen der Mutter wird diese durch Halteecken am Verschlußglied gehalten. Die Kette kann dann im Verschlußbereich schon nicht mehr auseinanderfallen. Durch das Anziehen der Mutter gleiten die Glieder in Richtung Verschluß und werden dabei gleichzeitig nach innen auf die Flansche gezogen. Durch die Keilwirkung der konischen Kontaktflächen wird die Verbindung in axialer Richtung verspannt. Dafür genügen wenige Umdrehungen der Mutter. Der Elastomer-O-Ring liegt im Kraftnebenschluß und hat am gesamten Umfang eine genau definierte Vorspannung.